Jürgen Dusel: So findet er die Änderung für die Hilfe für Kinder und junge Menschen

Mitte August hat sich die Regierung von Deutschland getroffen.
Sie haben über Ideen für ein Gesetz entschieden.
Ein Gesetz ist eine Regel für das Zusammen·leben von den Menschen.
In dem Gesetz geht es um Hilfe für Kinder und junge Menschen mit Behinderung.
Diese Hilfe gibt es schon.
Die Regierung will sie jetzt ändern.

Jürgen Dusel ist von der Regierung beauftragt.
Er kümmert sich um die Interessen von Menschen mit Behinderung.
Er findet die neuen Ideen überhaupt nicht gut.
Er sagt:

  • Bürokratie ist schlecht.
    Bürokratie heißt:
    Es gibt zu viele und zu komplizierte Regeln.
    Das macht es den Menschen unnötig schwer.
  • Die Regierung will weniger Bürokratie.
    Aber die neuen Ideen von der Regierung machen die Bürokratie noch schlimmer.
  • Die neuen Ideen sind besonders schlecht für Familien mit behinderten Kindern.
  • Die Aufgaben werden neu aufgeteilt.
    Deshalb müssen die Familien zu vielen verschiedenen Orten.
    Nur so bekommen sie Hilfe.
  • Familien sollten aber jede Art von Hilfe am selben Ort bekommen.
    Das wäre viel besser.
    Die Familien wissen dann immer:
    Wo müssen wir hin?
    Sie müssen nicht lange suchen.

Das neue Gesetz wurde lange geplant.
Es sollte eine inklusive Lösung geben.
Diese Lösung sollte es schon vor 5 Jahren geben.
Damals gab es das Jugend·stärkungs·gesetz.
Damit sollte jungen Menschen geholfen werden.
Die inklusive Lösung bedeutet:

  • Alle Verantwortlichen sind zusammen an einem Ort.
  • Dieser Ort ist die Kinder- und Jugend·hilfe.

Sehr viele Kinder und Jugendliche bekommen eine Eingliederungs·hilfe.
Die Hilfe hat das Ziel:

  • Alle sollen überall mitmachen können.
  • Deshalb bekommen sie Hilfe bei der Arbeit oder in der Schule.

Junge Menschen mit seelischer Behinderung bekommen Hilfe von der Kinder- und Jugend·hilfe.
Es gibt noch mehr junge Menschen mit körperlicher oder geistiger Behinderung.
Sie bekommen die Hilfe über die Sozial·hilfe.

Diese beiden Stellen sollten zusammen·gelegt werden.
Dann sind sie an einem Ort und leicht zu finden.
Doch das wird in den neuen Ideen der Regierung nicht genug gefordert.
Für die Regierung ist es ausreichend:

  • Die einzelnen Städte und Gemeinden können das ausprobieren.
  • Sie müssen es aber nicht.

Jürgen Dusel sagt dazu:

  • Für Betroffene bleibt die Situation unklar und unsicher.
  • Das Gesetz sollte nicht so bleiben.
  • Denn dann gibt es keine inklusive Lösung.

Seit ein paar Jahren gibt es Verfahrens·lotsen.
Das sind Mitarbeiter im Jugend·amt.
Sie sollen Eltern von Kindern mit Behinderung helfen.
Doch bei diesem Problem können auch sie nicht helfen.
Sie können nur bei Kindern und jungen Menschen mit seelischen Behinderungen helfen.
Aber es gibt viel mehr Kinder und junge Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen.
Diese brauchen auch Hilfe.
Dafür gibt es keine Lösung.

Doch das ist noch nicht alles.
Es gibt noch mehr Probleme mit den Ideen.
Die Eingliederungs·hilfe soll jedem jungen Menschen helfen.
Jeder Mensch wird als einzelne Person gesehen.
Das ist bei den neuen Ideen nicht mehr so.
Jetzt geht es darum:
Welche Angebote gibt es schon?
Es gibt mehr Angebote für Gruppen.
Es gibt weniger Angebote für Einzel·fälle.
Der Behinderten·beauftragte von der Regierung findet das gut.
Er sagt:
Es ist ein Schritt zu inklusiven Schulen.
Aber dabei darf das Fach·wissen der Mitarbeiter nicht fehlen.
Und es ist nicht immer wie Einzel·betreuung.
Kinder und junge Menschen mit hohem Hilfe·bedarf brauchen aber diese Einzel·betreuung.
Mit den neuen Ideen ist das zwar möglich.
Aber es ist sehr schwer zu bekommen.
Die betroffenen Familien müssen nachweisen:

  • Das allgemeine Angebot reicht nicht aus.
  • Sie brauchen mehr Hilfe.
    Dieser Nachweis ist sehr schwer.

Jürgen Dusel sagt:

  • Die neuen Ideen zeigen:
    Inklusion ist für die deutsche Regierung nicht mehr so wichtig.
  • Kinder und junge Menschen mit Behinderungen haben Rechte:
    Sie haben das Recht auf selbst·bestimmte Teilhabe.
    Diese Teilhabe muss zu ihrem Einzel·fall passen.
    Sie haben auch das Recht auf dieselben Bildungs·chancen wie alle anderen.
  • Diese Rechte werden durch das neue Gesetz in Gefahr gebracht.

Es wird wichtiger:
Wieviel Geld haben die Eltern dieser Kinder?
Die Menschen in der Regierung müssen nun entscheiden.
Sie haben eine große Verantwortung.
Sie sollen die Teilhabe von Menschen mit Behinderung sichern.
Sie sollen auch den Familien helfen.