Vor 20 Jahren hat die UN-Generalversammlung die Behindertenrechtskonvention in 2006 verabschiedet, wo Menschen mit Behinderungen endlich als selbständige Träger von Rechten anerkannt wurden. Zur Umsetzung dieser Rechte hat 2025 der dritte Global Disability Summit in Berlin stattgefunden, welches das Thema wieder zurück auf die internationale Agenda gebracht hatte, vor allem mit Blick auf die Post-2030-Agenda und ihrem Ziel niemanden zurückzulassen. Allerdings sind bei über einer Milliarde Menschen weltweit die mit einer Behinderung leben die große Mehrheit im Globalen Süden und leiden dort unter Bedingungen von Armut, Ausgrenzung und fehlenden Strukturen. Dabei sind genau diese Menschen bei all den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen am meisten von den Folgen globaler Krisen betroffen.
Genau dort setzt das Seminar an. Zwei Tage wird gemeinsam Bilanz gezogen: Was hat sich wirklich in den zwei Jahrzehnten bewegt, wo wurde auf Grenzen gestoßen und was heißt das für die Betroffen? Dazu berichten Expert*innen aus der Zivilgesellschaft aus ihrer täglichen Praxis und geben Einblick in Lebensrealitäten, welche nicht in Statistiken ersichtbar sind. Dazu werden in Arbeitsgruppen und im gemeinsamen Gespräch konkrete Ansatzpunkte fürs berufliche und persönliche Umfeld entwickelt, wo wir denn auch selber ansetzen können.
