Niedersächsisches Kultusministerium fördert Inklusion im Arbeitsmarkt

(www.eu-schwerbehinderung.eu/red; ahi) Jungen Menschen mit Förderbedarfen eine bessere Orientierung auf dem Arbeitsmarkt geben. Dieses Ziel hat sich das Niedersächsische Kultusministerium auf die Fahnen geschrieben und bietet ab sofort Informationen rund um das Thema inklusive Ausbildung und Beschäftigung an. Über die neu eingerichtete Servicestelle inklusiver Weg (SiW) können sowohl Interessierte, die sich aktuell im Übergang von der Schule in den Beruf befinden, als auch Betriebe auf Auszubildendensuche hilfreiche Tipps erhalten (u.a. durch Good-Practice-Beispiele), wie es auf der Webseite des Ministeriums heißt.

Die Servicestelle ist Bestandteil des Projektes „Begleitung in inklusive Ausbildung und Arbeit“ (BiAA), welches im August 2022 für die Dauer von drei Jahren auf Initiative des Kultusministeriums an den Start gegangen war. Durch eine landesweite Stärkung lokaler und regionaler Netzwerkstrukturen sollen junge Menschen mit sonderpädagogischen Förderbedarfen auf ihrem Weg in eine möglichst betriebliche Ausbildung unterstützt werden.

Dabei geht es vor allem darum, die Zusammenarbeit aller beteiligten Akteurinnen und Akteure weiter zu verbessern und auf diese Weise die Chance auf eine inklusive Ausbildung zu erhöhen. So sollen beispielsweise die Übergangsvorbereitungen der allgemein bildenden bzw. berufsbildenden Schulen an die Fördermöglichkeiten der Arbeitsagenturen und Jobcenter angepasst werden. Darüber hinaus sollen für Betriebe die Potenziale dieser Bewerberinnen und Bewerber sowie passende Unterstützungsangebote aufgezeigt werden. Doch auch die Kammern werden bei der bedarfsgerechten Erweiterung betrieblicher Ausbildungsangebote für junge Menschen eingebunden.

Die Servicestelle dient künftig als Anlauf- und Koordinierungsstelle und ist als zentrale Plattform fortan unter www.biaa-servicestelle.de erreichbar. Hier kann sich über das eigene Portfolio und entsprechende Zuständigkeiten informiert werden.

„Jeder einzelne Mensch hat ein Recht auf Bildung und dieses Recht gilt ein Leben lang“, betont Kultusministerin Julia Willie Hamburg. „Daher ist es wichtig, die Berufliche Orientierung für Menschen mit Förderbedarfen zu stärken und damit die Inklusion im niedersächsischen Bildungssystem weiter voranzutreiben. Die neue Servicestelle bietet allen Beteiligten maximale Transparenz und leistet einen wichtigen Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit.“

Auch Johannes Pfeiffer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit, begrüßt das Projekt: „Mit der besseren Vernetzung aller Beteiligten wollen wir das Angebot an betrieblichen Ausbildungsmöglichkeiten für Jugendliche mit Behinderungen deutlich verbessern. Auf Inklusion in der Schule sollte Inklusion am Arbeitsmarkt folgen, deshalb begrüßen wir den Ausbau inklusiver betrieblicher Wege zum Ausbildungserfolg. Davon profitieren nicht nur die Jugendlichen, sondern auch die Betriebe, die dringend Fachkräfte benötigen.“

Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Bund-Land-Vereinbarung (BLV) Bildungsketten gefördert. Auftraggeber ist das Niedersächsische Kultusministerium. Das Projekt findet in enger Kooperation mit der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit statt.